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Unnötige aber nicht unverdiente Heimniederlage

FV Baden-Oos - VfR Bischweier 1:3 (0:1)

 

eine kampfstarke Bischweierer Mannschaft fügte dem Team von Pante Kalpakoglou die erste Heimniederlage der Saison zu und das nicht einmal zu Unrecht. Die Gäste, gewohnt laufstark  und robust aber nicht unfair auftretend, kamen gleich besser ins Spiel. Es dauerte 15 Minuten, bis der Tabellenführer das Spiel ausgeglichen gestalten konnte. Zweifelsfrei spielte dabei die Umstellung von Kunstrasen auf einen tiefen Rasenplatz dem Gegner in die Karten. Oos hatte bislang ausschließlich witterungsbedingt auf Kunstrasen trainiert und gespielt und musste nun gegen einen Gegner ran, der dieses Geläuf gewohnt war. Als Entschuldigung für die Niederlage kann diese Gegebenheit aber nicht herangezogen werden, denn dies würde nur gelten, wenn Oos genauso viel Aufwand betrieben hätte wie Bischweier. Der Versuch, diesen Nachteil mit spielerischen Mitteln zu lösen, ging eindeutig schief, wobei Bischweier auch mit ein bisschen Glück auf die Siegstraße einbog.

 

In der 30. Minute klärte der Ooser Keeper im 5-Meter Raum mit den Füßen voran einen Ball und trifft dabei den Gegenspieler. Schiedsrichter Christian Schnurr (Hügelsheim) pfiff Elfmeter. Eine harte Entscheidung, denn der 5 Meter Raum ist des Torwarts Zone und wenn dieser Maßstab grundsätzlich angelegt werden würde, hätten wir in jedem Spiel vermutlich 26 Elfmeter. Aber Elfmeter ist Elfmeter und  Marius App ließ sich diese Chance nicht nehmen. Oos kam nun besser ins Spiel und hatte auch Ausgleichsgelegenheiten, wobei sich das Fehlen des an diesem Tag  erkrankten Ooser Torjäger Halil Tekce allerdings bemerkbar machte. Die ein oder andere brauchbare Flanke fand keinen Abnehmer. So ging es mit der Bischweierer Führung in die Pause.

 

Oos kam auch besser eingestellt aus der Kabine, ein offenes Spiel entwickelte sich. Als Leo Gulkow sich in der 57. Minute mit einer schönen Einzelleistung über die rechte Seite bis in der Strafraum kämpfte und dort nur von 3 Gegenspielern gemeinsam gestoppt werden konnte, pfiff der Schiri erneut zum Strafstoß. Der gefoulte Leo Gulkow trat selbst an und setzte den Ball links am Tor vorbei. Trotzdem blieb Oos dran und schaffte 7 Minuten später tatsächlich den Ausgleich. Der eingewechselte Ümit Kocak setzte sich energisch durch, behielt 12 Meter vor dem Tor den Überblick, indem er auf den mitgelaufenen Badou Mbye quer legte, der sicher einschob. Im Ooser Lager machte sich Hoffnung auf die Wende breit. Diese dauerte aber auch wieder nur 7 Minuten. In der 71. Minute arbeitete sich Bischweier in den Ooser Strafraum und erneut Torwart Bariou Amoussou griff spielentscheidend ein. Am kurzen Pfosten klärte er den Ball, traf aber auch einen Gegenspieler mit der Folge: der 3. Elfmeter an diesem Tag. Ein korrekter Pfiff, Amoussou agierte in dieser Situation zu ungeschickt. Schon allein aufgrund den zu 2 Elfmeter führenden Aktionen hatte Bariou Amoussou bis dahin einen „gebrauchten“ Tag aber es kam noch schlimmer. Den Strafstoß von Kristofic wehrte Amoussou mit einer schönen Parade ab, war aber gegen den Nachschuss von Kopp machtlos. Hier müssen sich die Mitspieler von Amoussou an die eigene Nase fassen, denn nur Theo Hatzigiannis auf Ooser Seite rechnete mit einem Nachschuss, während gleich mehrere Bischweierer  nachsetzten.

 

Auch wenn der Ooser Keeper an diesem Tag sicherlich spielentscheidende Situationen hatte, an ihm lag es nicht, dass Oos leer ausging. Es wurde fußballerisch einfach zu wenig geboten. Klare Spielzüge, geordneter Aufbau, alles was die Kalpakoglou Elf eigentlich auszeichnet, war an diesem Tag nicht vorhanden. Den Sack zu machte Bischweier 2 Minuten nach der erneuten Führung durch einen Schuß von Kraus. Ein Doppelschlag, von dem sich Baden-Oos nicht mehr erholte.

 

Die Ooser Reserve musste sich mit 0:8 geschlagen geben.

 

Am kommenden Sonntag muss Oos nach Ottersorf. Dort müssen 3 Punkte her, denn sonst droht das Abrutschen auf den undankbaren 3. Tabellenplatz (Bericht: Thomas Fritz)   

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