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Sportlich gewonnen - regeltechnisch verloren. Bezirkssportgericht wandelt Pokalsieg in Niederlage um.

FV Baden-Oos – FSV Kappelrodeck/Waldulm 0:3 (Urteil Bezirkssportgericht)

 

„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ – dieses alte deutsche Sprichwort gibt am treffendsten wieder, was dem FVO in der zweiten Runde des Bezirkspokals widerfahren ist. Mit dem Urteil vom 09.08.2018 hebt das Bezirkssportgericht den 2:1-Erfolg gegen den FSV Kappelrodeck/Waldulm auf und wandelt ihn in eine 0:3-Niederlage um. Damit sind die Blau-Weißen trotz des Sieges aus dem Bezirkspokal ausgeschieden.

 

Was war geschehen? In der 91.Minute wechselte Kapitän Igor Lalic, der den urlaubsbedingt fehlenden Coach Pantelis Kalpakoglou an der Seitenlinie vertrat, mit Jonas Hörig einen fünften Feldspieler ein. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:0 für die Blau-Weißen und nur zwei Minuten später pfiff die sehr gut leitende Schiedsrichterin Sina Gieringer das Spiel ab. Der FSV hatte in der 93. Minute zwar noch den Anschlusstreffer erzielt, doch der Sieg war deshalb nicht ernstlich in Gefahr.
 

Leider hatte man vergessen Aushilfscoach Igor Lalic zu sagen, dass seit dieser Saison im Bezirkspokal nicht mehr fünf, sondern nur noch vier Spieler ein- bzw. ausgewechselt werden dürfen. Da sich Igor nicht sicher war, hatte er deshalb zwei in unmittelbarer Nähe stehende aktive Schiedsrichter, die nicht zum FSV oder FVO gehören, gefragt, ob er noch einen Spieler einwechseln darf und dabei die falsche Auskunft erhalten, dass dies möglich sei. Dies hat das Bezirkssportgericht auch zu Gunsten des Vereins berücksichtigt und auf die obligatorische Geldstrafe verzichtet. An der Regelauslegung konnte es deshalb aber auch nichts ändern, zumal der FSV Kappelrodeck/Waldulm form- und fristgerecht Einspruch eingelegt hatte, was wir im Übrigen an gleicher Stelle ebenfalls getan hätten.

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass das Ausscheiden ein Konglomerat aus verschiedenen Fehlern war, an dem unser Kapitän allerdings die geringste Schuld trägt. Sportlich ist der FVO fit, an der Regelkunde müssen wir noch etwas arbeiten.              

 

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